Hindernisparcours am MediLev

Radwege sollen hindernisfrei  sein. Sagt zumindest der Gesetzgeber. Lästige Ausnahmen, wie z.B. Poller, kennt man ja. Aber es gibt auch immer wieder sehr kreative Ansammlungen von Hindernissen, bei denen man sich als Radfahrer fragt, ob derjenige, der das geplant hat, jemals selbst dort mit dem Rad gefahren ist.

So kommt man in Schlebusch am Kreisel vor dem MediLev durch einen erstaunlichen Hindernisparcours, wenn man den Karl-Carstens-Ring in Richtung Willy-Brandt-Ring fährt.

Dort stehen mehrere Laternenmasten genau im Weg der Radfahrer, die die Zu- bzw. Abfahrten des Kreisels queren wollen. Und als wäre das noch nicht genug, wurden auch gleich noch Schildmasten daneben gestellt, sodass man als Radfahrer an den Stellen nicht nur den Verkehr beachten, sondern auch noch genau zielen muss. Wenig überrascht es, dass es dort immer wieder zu brenzligen Situationen kommt.

Etwas rätselhaft ist das Ganze, weil auf der anderen Hälfte des Kreisels, wenn man den Karl-Carstens-Ring in Gegenrichtung entlang fährt, die entsprechenden Querungen völlig hindernisfrei und übersichtlich gestaltet sind.

 

Die Rheinbrücke (Teil 2)

Seit Ende November 2015 sind im Rahmen des Planfeststellungsverfahren die Pläne für den Neubau der Rheinbrücke öffentlich zugänglich. Derzeit läuft das Anhörungsverfahren.

Ich war neugierig, was da auf uns zukommt und habe einen Blick aus Radfahrersicht in die sehr umfangreichen Unterlagen riskiert. Die Rheinbrücke (Teil 2) weiterlesen

Die Rheinbrücke (Teil 1)

Die Leverkusener Autobahnbrücke ist im Kölner Norden nicht nur für KfZ sondern auch für Radfahrer eine wichtige Rheinquerung.

Der schlechte Bauwerkzustand der Brücke macht einen Neubau notwendig, bei dem bisher in der öffentlichen Diskussion der Radverkehr etwas zu kurz gekommen ist. Ein Grund, sich hier die Radverkehrsführung einmal genauer anzuschauen:  Die Rheinbrücke (Teil 1) weiterlesen

Bike & Ride durch Kraterlandschaft

Es gibt Verkehrsflächen, die als solche gar nicht erkennbar sind. Das mag problemlos sein, wenn es sich dabei um kaum genutzte Flächen handelt, die vielleicht irgendwann einmal in ferner Zukunft ausgebaut und in Ordnung gebracht werden. Aber nicht wenn es sich um regelmäßig und viel genutzte Verkehrswege handelt.

Ein solches Beispiel findet man am Ende des Dünnwalder Grenzwegs in Schlebusch. Dort  wartet auf Radfahrer, die zum viel genutzten Bike & Ride Platz an der nahe gelegenen Berliner Straße wollen, eine böse Überraschung: Die letzten 50 Meter sind eine regelrechte Kraterlandschaft.

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Dieser Abschnitt scheint noch nie in einem fertigen Zustand gewesen zu sein. Im Jahr 2014, jedenfalls, wurden zwar die gefährlich tiefen Löcher notdürftig mit grobem Asphalt aufgefüllt, allerdings überstanden die Flicken nicht einmal den folgenden Winter, so dass jetzt wieder die Löcher klaffen – größer denn je!

Aber es geht noch kurioser: die besonders bei Dunkelheit gefährliche Strecke ist Teil des Radwanderwegs nach Köln-Mühlheim. Ortsunkundigen Radfahrern wird durch ein VZ 357 (Sackgasse) signalisiert: hier geht es nicht weiter!

Tatsächlich kann man aber – sofern man es erfolgreich durch die Kraterlandschaft geschafft hat – am Ende weiter radeln.

Es klappt nicht immer

Verkehrsschilder werden gelegentlich übersehen oder gar vergessen. Meistens werden sie das von Verkehrsteilnehmern. Es gibt aber auch Schilder, die von ihren „Pflegern“ vergessen werden. Bei Verkehrsschildern zum Umklappen führt das dann oft zu kuriosen Situationen.

Am leverkusener Fußballstadion z.B. findet man Klappschilder, die den Radverkehr in Stadionnähe an Spieltagen auf weiter entfernte Wege umleiten sollen. Nach dem Spiel sollen sie dann zurück geklappt werden, damit Radfahrer den gut ausgebauten Dhünnradweg nutzen können. Meistens funktioniert das auch, nur gelegentlich – und besonders in letzter Zeit – klappt es nicht.

Das führt dann meist zu einer unsinnigen Beschilderung, die – welch Wunder – von den meisten Radfahrern ungefähr genau so ernst genommen wird, wie vom zuständigen Verkehrsträger.

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